Mrz
4
2015

Braunschweig wagt sich in die Hoehle des Loewen: DFB Pokal heute

Bayern München gegen Eintracht Braunschweig! Das ist die Erinnerung an Zeiten, da nicht alles und doch manches besser war im deutschen Fußball. Das ist die Erinnerung an jene Braunschweiger Ära, die durch den Jägermeister-Chef Mast und seine revolutionären Werbestrategien geprägt war, an Paul Breitner, der sensationell in die Löwenstadt wechselte und an Trainer Johannsen, der die Eintracht zur Deutschen Meisterschaft führte. Seither gab es nur ein ganz kurzes Intermezzo der Braunschweiger in der Bundesliga. Nun sind sie wieder im deutschen Unterhaus angekommen und haben dort Probleme, mit den Spitzenklubs Schritt zu halten.
(c) Wikipedia/Jarlhelm

der DFB-Pokal – (c) Wikipedia/Jarlhelm

Der Konkurrenz weit enteilt

Gänzlich anders stellt sich vor diesem Achtelfinalspiel des DFB-Pokals in der Münchner Allianz-Arena die Situation für den FC Bayern dar. Die Mannschaft von Startrainer Pep Guardiola ist der Konkurrenz meilenweit davongelaufen und hat sich längst zu einer Einheit von Weltformat aufgeschwungen. Wer würde daran zweifeln, dass es auch gegen Eintracht Braunschweig die Fortsetzung einer unglaublichen Serie geben wird? Wäre da nicht die deutliche Niederlage zum Jahresauftakt beim VfL Wolfsburg passiert, würde man den Münchnern zutrauen können, dass sie ungerupft durch eine lange Saison kommen können.

Eintracht mit Beton-Deckung?

Doch das Nahziel des FC Bayern ist nun der Fortbestand der Serie im DFB-Pokal. Münchens Chefkritiker und permanenter Mahner Matthias Sammer hat für diese Saison drei Ziele ausgerufen: Deutsche Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal. Das Triple ist ein begehrenswertes Ziel für die Münchner, die auch gegen Braunschweig personell aus dem Vollen schöpfen können.

Die Eintracht erlitt bei ihrer vagen Hoffnung, doch noch einmal in den Aufstiegskampf eingreifen zu können, am vergangenen Wochenende durch die 0:1-Niederlage beim kessen Aufsteiger SV Darmstadt 98 einen empfindlichen Rückschritt. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht wirkte vor allem im Angriff überaus harmlos und wird in München vermutlich versuchen, mit einer Betondeckung einigermaßen glimpflich davon zu kommen.

Das aber wird wohl ein mehr oder weniger hoffnungsloses Unterfangen sein, auch wenn davon auszugehen ist, dass die Bayern angesichts dieses Duells David gegen Goliath der zweiten Reihe eine Chance einräumen werden. Aber was heißt schon „zweite Reihe“, wenn sich dort etliche gestandene Nationalspieler befinden? Die Eintracht kann nur hoffen, einem Debakel zu entgehen.

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