Aug
21
2014

Bundesliga-Trainer glauben daran: der FCB wird erneut Meister!

Bereits vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison sind sich 14 von 18 Erstliga-Trainern sicher: Der FC Bayern geht als Favorit in die 52. Bundesliga-Saison und wird sich zum 25. Mal den Meistertitel holen. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter allen Bundesligatrainern. Lediglich Hoffenheims Markus Gisdol stellte sich gegen den Trend, er rechnet mit Borussia Dortmund.

Die drei anderen wollten sich nicht eindeutig festlegen, darunter auch Pep Guardiola, er ließ nur verlauten, dass es eine große Herausforderung sei, sich gegen den BVB zu behaupten. Das kann man getrost als Understatement werten, denn natürlich rechnet man an der Säbener Straße fest mit der nächsten Meisterschaft und der Titelverteidigung im DFB-Pokal.

Vermasselt die WM die Bundesliga Saison?

Die Saison 2014/15 steht allerdings unter besonderen Vorzeichen, kein anderer Bundesliga-Klub hat so viele WM-Teilnehmer nach Brasilien geschickt wie die Bayern. Diese Mehrbelastung wird sich im Laufe der Saison negativ bemerkbar machen. Viele WM-Teilnehmer sind ausgelaugt und noch lange nicht wieder im Vollbesitz ihrer physischen und psychischen Kräfte. Von einer ausreichenden Saisonvorbereitung kann bei Schweinsteiger, Lahm, Müller, Götze und Co gar keine Rede sein.

Selbst der Rekordmeister, mit seinem beispiellos breiten Kader, wird diese personellen Probleme nicht hundertprozentig kompensieren können. Wer es nicht glaubt, dem sei ein Blick auf die Spielzeiten 2006/2007 und 2010/2011 empfohlen. Beide Male hatte ein Großteil der Bayernspieler die WM in den Knochen und beide Male reichte es nicht zum Meistertitel sondern nur zum vierten bzw. zum dritten Platz.

Quelle: wikimedia, Fotograf: Florian K.

Gelingt die Titelverteidigung? – Bild Quelle: wikimedia, Fotograf: Florian K.

Man darf gespannt sein, wie stark sich der „WM-Effekt“ in der kommenden Saison bemerkbar machen wird, auf jeden Fall liegt hier eine große Chance für Borussia Dortmund. Von den Schwarz-Gelben waren nur wenige Spieler in Brasilien am Start, dementsprechend fitter und spritzig wirkte die Mannschaft auch Spiel um den Super-Cup. Der lockere 2:0-Erfolg über die Bayern könnte ein Fingerzeig für den Saisonverlauf sein.

Es wird sehr darauf ankommen, wie gut die Borussen den Abgang von Goalgetter Robert Lewandowski verkraften können. An seiner Stelle soll künftig der Torschützenkönig der Seria A, Ciro Immobile, für die Treffer sorgen. Doch der italienische Nationalspieler passt nicht so recht ins BVB-System, er ist ein klassischer Strafraumstürmer, der vorne angespielt werden möchte. Bei den Borussen muss er aktiver agieren und selbst Bälle erobern. In der Vorbereitung hat das noch nicht wirklich gut geklappt.

Wenn der BVB im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitreden möchte, dann muss er sich in den kommenden Wochen einen kleinen Vorsprung auf die Bayern erspielen. Wenn beim Rekordmeister wieder alle Leistungsträger fit sind, wird er sich nur noch ganz wenige Patzer erlauben.

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