Jan
21
2014

Historisch: Bayern mit deutschem Trio im CL-Achtelfinale

Mit Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04, stehen zum ersten Mal in der Geschichte der Champions-League vier deutsche Mannschaften im Achtelfinale. Das ist ein Riesenerfolg für die heimische Bundesliga, nach dem rein deutschen Finale des Vorjahres setzt sich damit der positive Trend weiter fort.

Auf Bayern München wartet die schwerste Aufgabe

Ein deutsches Quartett im Viertelfinale werden wir allerdings höchstwahrscheinlich nicht erleben, dafür sind die  Achtelfinalgegner der Bundesligisten einfach zu stark. Die Bayern zogen das härteste Los, sie bekommen es mit dem aktuellen Tabellenführer der Premiere League, Arsenal London, zu tun.

Bei den Gunners herrscht seit dem Transfer von Spielmacher Mesut Özil so etwas wie eine neue Aufbruchstimmung. Der Deutschtürke avancierte sofort zum Dreh- und Angelpunkt der Elf, seine genialen Pässen finden in Giroud, Podolski, Walcott, Carzola und Wilshere dankbare Abnehmer. Die Offensive ist das Prunkstück der Gunners, aber auch die Hintermannschaft um Per Mertesacker hat zwischenzeitlich deutlich an Format gewonnen.

Nach mageren Jahren ist mit Arsenal London in der Königsklasse wieder zu rechnen. Der FC Bayern weiß das am besten, in der letzten Saison musste er bereits eine 0:2-Heimniederlage im Achtelfinale quittieren und konnte sich nur durch den 3:1-Hinspielsieg in London für das Viertelfinale qualifizieren. Jetzt bekommen die Gunners an gleicher Stelle die Chance zur Revanche, keine Frage, das ist eine denkbar unangenehme Aufgabe für den Titelverteidiger. Nichtsdestotrotz rechnen alle Buchmacher mit einem erneuten Sieg der Bayern.

Glücksgriff für Dortmund mit Zenit St. Petersburg

Für Borussia Dortmund endete die Auslosung der CL-Achtelfinalpartien mit einem echten Glücksgriff: Zenit St. Petersburg. Der russische Vizemeister stellt auf dem Papier eine der schwächsten Mannschaften der K.o-Runde und wird bei den Wettanbietern als klarer Außenseiter gehandelt. Zenit hat seit dem überraschenden Triumph in der Euro-League (2008) nicht mehr viel zustande gebracht, es scheint so, als hätte die Elf ihre beste Zeit bereits hinter sich.

Von den jüngsten Ergebnissen in der Königsklasse – St. Petersburg zog mit mageren sechs Punkten als Zweiter der Gruppe G ins Achtelfinale ein – darf man sich aber nicht täuschen lassen. Die Mannschaft verfügt über etliche Spieler von internationalem Format, wie Arschawin, Kerschakow oder Ex-Bayern-Profi Timoschtschuk. Im Sturm steht mit dem Brasilianer „Hulk“ ein ebenso bulliger wie effektiver Angreifer.

Zenit kann mit diesem Kader auf absolutem Top-Niveau bestehen, konnte es zuletzt aber nur selten unter Beweis stellen. Borussia Dortmund könnte einen kleinen Vorteil aus der langen russischen Winterpause ziehen, die endet nämlich erst am 8. März, das CL-Achtelfinalhinspiel wird aber schon zwei Wochen vorher, am 25. Februar stattfinden. Womöglich befindet sich Zenit zu dem Zeitpunkt noch im „Winterschlaf“. Der BVB steht vor einer absoluten Pflichtaufgabe und hat beste Chancen das Viertelfinale zu erreichen.

Schalke steht vor dem Aus

Die Schalker hatte weniger Glück und müssen sich im Achtelfinale mit einem absoluten Schwergewicht auseinandersetzen: Real Madrid. Die Königlichen spielen vielleicht nicht mehr auf dem absoluten Topniveau vergangener Zeiten, dafür spricht auch der enttäuschende dritte Platz in der aktuellen Primera Division, nichtsdestotrotz, zählen sie aber zum engsten Kreis der Titelfavoriten.

Die Mannschaft steht und fällt mit der Form von Christiano Ronaldo und der präsentierte sich zumindest in der laufenden Champions-League-Saison in blendender Verfassung. Mit 9 Toren schoss CR 7 seine Madrilenen zum ungefährdeten Gruppensieg.  Reals bärenstarke Offensive ist absolut titelreif, dass es zuletzt trotzdem nicht zum ganz großen Triumph in der Königsklasse reichte, lag an der Defensive. Die steht nicht immer so sicher, wie sich das für eine Topmannschaft gehört.

Die Schalke sind in dieser Begegnung der klare Außenseiter, wenn sie eine Chance haben wollen, müssen sie Ronaldo unter Kontrolle bringen, hinten die Räume dicht machen und selbst das Spiel gestalten. Eine Herkulesaufgabe, die momentan eine Nummer zu groß erscheint. Die Königsblauen gehen gerade durch eine sportliche Krise, sie müssen auf die große Wende in der Winterpause hoffen, sonst droht ein schnelles Aus im Achtelfinale. Die Sportwettenanbieter sehen die Königsblauen als Außenseiter, sie setzen auf Real Madrid.

Auf Schalke wartet Paris St. Germain

Vor einer schweren Aufgabe steht auch Bayer 04 Leverkusen, Die Werkself bekommt es im Achtelfinale mit Paris St. Germain zu tun. Um PSG war es die letzten Jahre ruhig geworden, aber seit der Übernahme durch einen schwerreichen arabischen Investor befindet sich der Klub auf der Überholspur. 2013 gewannen die Hauptstädter nach neunzehnjähriger Abstinenz wieder die Meisterschaft in der Ligue 1.

Mit Superstar Zlatan Ibrahimovic holten die Scheichs den Erfolg zurück an die Seine, der exzentrische Stürmer hatte wesentlichen Anteil am Titelgewinn, er ragt aus der hochkarätig besetzen Mannschaft hervor. Ihm zur Seite stehen Stars wie Thiago Silva und Edinson Cavani. PSG spielte sich mit fünf Siegen und einer bedeutungslosen Niederlage souverän als Gruppensieger durch die Vorrunde und will den Erfolg aus der letzten Saison noch toppen. 2012/13 stieß PSG ins Viertelfinale vor und verlor nach zwei Unentschieden nur aufgrund der Auswärtstoreregelung gegen den FC Barcelona.

Leverkusen hinterließ zwar zuletzt einen sehr starken Eindruck in der Bundesliga, dennoch rechnen die Sportwettenanbieter eher mit dem Aufstieg der Franzosen.

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