Mai
2
2013

Standortbestimmung vor CL-Finale: Gegen Dortmund in der Bundesliga

Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga steigt das deutsche „Clasico“ zwischen Dortmund und Bayern im Signal-Iduna-Park. Ein Tanz um die goldene Ananas, sollte man mit Blick auf die Tabelle meinen. Weder der frisch gebackene Deutsche Meister noch die bereits für die Königsklasse qualifizierten Borussen, haben in der laufenden Bundesliga-Saison noch etwas zu gewinnen. Am Samstag wird aber weitaus mehr als nur das Prestige auf dem Spiel stehen, das Duell bezieht seinen Reiz aus dem kommenden Champions-League-Finale, dass die Bayern und Borussen am 25. Mai in Wembley austragen werden.

Nach dem Finaleinzug schweben beiden Mannschaften auf einer Welle der Euphorie, für den BVB ist es der größte Erfolg auf europäischer Ebene seit 1997. Die Bayern durfte man dagegen durchaus in Wembley erwarten, für sie ist schon die dritte Finalteilnahme seit 2010. Im Halbfinale gegen Barca (4:0 und 3:0) hinterließ der Rekordmeister auch den stärkeren und konstanteren Eindruck als Dortmund, das sich mit einer 0:2-Niederlage im Rückspiel gegen Real Madrid ins Endspiel zitterte.

Seit 2010 kein Sieg mehr gegen Dortmund

Insgeheim dürfte man sich an der Säbener Straße einen anderen Gegner als ausgerechnet Dortmund gewünscht haben. Der BVB ist in den letzten Jahren zu einer Art „Black Horse“ der Münchner geworden, in der Liga warten sie seit 2010 auf einen Sieg gegen den Erzrivalen. Zurzeit fühlen sich die Bayern lediglich stärker als Dortmund, den Beweis dafür könnte der Meister am Samstag (ab 18.30 Uhr) liefern. Im Gegenzug bietet der Bundesliga-Gipfel dem BVB eine hervorragende Chance dem Konkurrenten noch vor dem Finale einen kräftigen Dämpfer zu verpassen.

Beide Trainer wissen natürlich um die enorme psychologische Bedeutung des Spiels, mit der Aufstellung von B-Mannschaften ist deshalb am Samstag sicher nicht zu rechnen. Andererseits wird sich auch keiner die Blöße geben und jetzt schon alle Trümpfe ausspielen. Gut möglich, dass die Fans eine von Kampf geprägte, aber keine hochklassige Partie zu Gesicht bekommen. Jürgen Klopp wird dabei auf die Dienste von Mario Götze verzichten müssen, der kleine Spielmacher zog sich einen Muskelfaserriss zu und wird womöglich sogar im CL-Finale fehlen. Die Buchmacher erwarten eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Bayern.

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