Jul
2
2014

DFB-Elf zieht in das WM-Viertelfinale ein

Wenn man Weltmeister werden möchte, dann muss man auch die Spiele gewinnen, in denen nichts zusammenläuft. In diesem Sinne ist Deutschland nach dem 2:1-Sieg über Algerien auf dem besten Weg zum vierten Titel. Das ist die gute Nachricht, die schlechte ist die Tatsache, dass die Mannschaft erneut Nerven zeigte und in der ersten halben Stunde fast vor Angst erstarrte.

So viele Fehlpässe, Ballverluste und Stellungsfehler wie in der ersten Halbzeit, hat man bei einer deutschen Nationalelf selten gesehen. Die Ursache für diese offenkundige mentale Schwäche bleibt rätselhaft, klar ist nur, dass ein starker Gegner die Fehler gnadenlos bestraft hätte.

Glücklicherweise verfügte Algerien nicht über die spielerischen Mittel um daraus Kapital zu schlagen. In der Folge fand Deutschland über den Kampf zurück ins Spiel, spätestens ab dem Seitenwechsel wurde es auch zunehmend seiner Favoritenrolle gerecht. Am Ende stand ein verdienter aber unheimlich hart erkämpfter Sieg und das Fazit: Hauptsache gewonnen.

Im Viertelfinale wartet Frankreich

Jetzt wartet in der Runde der letzten Acht ein richtig schwerer Brocken: Frankreich. Die Equipe Tricolore hat sich durch starke Auftritte in der Gruppenphase – insbesondere durch den 5:2-Sieg über die Schweiz – in den Kreis der engsten Titelfavoriten gespielt. Vor allem Madrids Karim Benzema ragte mit seinen drei Toren aus dem Starensemble hervor.

Vom spielerischen Glanz der Vorrunde war im Achtelfinale gegen Nigeria jedoch nicht mehr viel zu sehen. Bis zur 70 Minute lief bei Frankreich nicht viel zusammen, der Spielaufbau hakte und die Pässe in die Spitze fanden nur selten einen Abnehmer.

Durch eine starken Schlussoffensive gelang es den Franzosen doch noch den Sieg innerhalb der regulären Spielzeit unter Dach und Fach zu bringen, wobei die Nigerianer sich bereits nach dem 0:1 in 79. Minute in ihr Schicksal ergaben.

Weder Deutschland noch Frankreich konnten vor dem ersten WM-Duell seit 1986 überzeugen, die Sportwettenanbieter gehen aber davon aus, dass Jogis Jungs am Freitag eine Schippen drauflegen und ins Halbfinale einziehen werden. Die deutsche Elf verfügt sicher über das größere Potential, ob sie es auch im entscheidenden Moment abrufen kann, ist aber eine andere Frage.

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