Jun
10
2014

Nach Verletzung von Reus: Mustafi kommt zur WM 2014

Shkodran Mustafi? „Der sagt mir nicht viel“, gestand Philipp Lahm, nachdem Bundestrainer Jogi Löw den Innenverteidiger erstmals Ende Februar für das Länderspiel gegen Chile nominiert hatte.

Mustafi kam damals nicht zum Einsatz und es schien fast so, als müsse man sich den Namen nicht unbedingt merken, doch dann stand der 21jährige plötzlich im vorläufigen WM-Kader des Bundestrainers. Dabei blieb es zunächst, Löw schickte Mustafi zusammen mit Schmelzer und Volland nach dem Trainingslager nach Hause. Am Freitag folgte schließlich die große Kehrtwende, nach dem WM-Aus für Marco Reus holte Löw den Innenverteidiger zurück in den Kader, Mustafi wurde nachnominiert und steht jetzt endgültig im Fokus der Öffentlichkeit.

Mustafi feiert in Genua den Durchbruch

Der Sohn albanischer Eltern ist im hessischen Bebra aufgewachsen und hat das Fußball spielen beim örtlichen 1. FV Bebra gelernt. Bereits in frühester Jugend fiel er den Talentscouts durch seine außergewöhnliche Kopfball- und Zweikampfstärke auf. Der HSV sicherte sich das Talent und „Musti“ wechselte mit nur 14 Jahren ins Hamburger Fußball-Internat. 2009 wurde der DFB auf den Innenverteidiger aufmerksam und nominierte ihn für die U17-Nationalmannschaft, die im gleichen Jahr den EM-Titel gewann. Im Anschluss erhielt Mustafi Angebote von Dortmund, Newcastle und ManCity, entschied sich aber für einen Wechsel für den FC Everton, wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Seinen sportlichen Durchbruch feierte der Deutschalbaner in Italien, bei Samdoria Genua. Dort steht er seit 2012 unter Vertrag und zählt mittlerweile zu den Stammspielern.

www.wm-2014-tipps.com

Für die deutsche Mannschaft wird es am kommenden Montag bei der WM 2014 ernst, in Salvador trifft die DFB-Elf zum Auftakt auf Portugal. Wie die Abbildung oben zeigt, liegt Deutschland bei den WM Tipps klar vorne, Portugal gilt trotz Cristiano Ronaldo nur als Außenseiter. Die Grafik stammt vom Portal wm-2014-tipps.com

Das Länderspieldebüt des Nachrückers liegt noch gar nicht lange zurück, am 13. Mai durfte Mustafi erstmals für die A-Nationalmannschaft gegen Polen auflaufen. Er zeigte eine ansprechende Leistung und darf jetzt mit nach Brasilien fahren. Sehr wahrscheinlich wird er dort nicht über die Rolle eines Ersatzspielers hinauskommen.

Verteidiger als Reus-Ersatz: Kritik an Löw

Löws Entscheidung, einen Innenverteidiger als Reus-Ersatz zu holen, stieß mehrheitlich auf Kritik. Viele Fans hatten auf die Nachnominierung von Kevin Volland gehofft. Ein zusätzlicher Stürmer neben Miro Klose, hätte der Mannschaft gut zu Gesicht gestanden. Doch Löw wollte nach eigener Aussage den verletzten Reus nicht „eins zu eins“ ersetzen. Er habe für den Bereich hinter den Spitzen genügend personelle Alternativen. Eine weitere Option für die Defensive sei wichtiger, schließlich sei im Laufe eines langen Turniers immer mit Sperren für die Abwehrspieler zu rechnen.

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