Dez
12
2013

Nichts fuer schwache Nerven: Deutschlands WM-Gruppe

Eigentlich hatten es alle geahnt – diese Fußball-Weltmeisterschaft im fernen Brasilien wird für die deutsche Nationalelf kein Zuckerschlecken. Zwar sind dem DFB bei der Auslosung in Costa do Sauipé die europäischen Erzrivalen Holland, England, Frankreich und Italien als frühe WM-Gegner erspart geblieben, doch in der Gruppe G lauern vielfältige Gefahren durch die Konkurrenz mit Ex-Europameister Portugal, dem afrikanischen Giganten Ghana und mit den unberechenbaren Kickern aus den USA. Diese Vorrunde ist nichts für schwache Nerven, doch mit dieser Einschätzung sind die Sympathisanten der deutschen Mannschaft nicht allein.

Das große Zittern in der „Todesgruppe“ D

Wenn die Deutschen darüber klagen, dass ihnen erstmals seit vielen WM-Auslosungen das Glück nicht unbedingt hold war, dann dürften die Verantwortlichen in England, Italien und Uruguay darüber nur die Köpfe schütteln. In der Gruppe D, in der neben den drei Fußball-Weltmächten auch noch Costa Rica einen Platz bekam, hat das große Zittern längst begonnen.

Schon das Duell am 15. Juni 2014 (Anstoß 0.00 Uhr deutscher Zeit) zwischen England und Italien im heißen Manaus wird die Welt des Fußballs elektrisieren. Aber auch das Duell zwischen Europameister Spanien und Holland am 13. Juni (Anstoß 21.00 Uhr deutscher Zeit) beschert dem WM-Turnier ein frühes Highlight.

Eine Vorentscheidung gegen Portugal?

Für den deutschen Fußball starteten die großen Turniere häufig mit Gegnern, die dann zu ihrem „Spielball“ wurden. So bei der WM 2002 im japanischen Sapporo (8:0 gegen Saudi-Arabien) und 2006 in München (4:2 gegen Costa Rica). Doch in Brasilien gibt es am 16. Juni 2014 gleich eine Standortbestimmung mit den Portugiesen in Salvador (Anstoß 18.00 Uhr deutscher Zeit). Das zuletzt eher ausbackende Team von der Iberischen Halbinsel stellt mit Christiano Ronaldo eine schillernde Figur dieses Turniers.

Gegen die selbstbewussten „Black Tiger“ aus Ghana, deren Stars fast ausnahmslos bei europäischen Spitzenclubs unter Vertrag stehen, kommt es zum reizvollen Bruderduell zwischen Jerome und Kevin-Prince Boateng. Und im Spiel mit den US-Boys gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen deutschen Teamchef Jürgen Klinsmann.

Indes macht sich Bundestrainer Jogi Löw Gedanken um die klimatischen Bedingungen: „Wir hätten lieber im nicht so heißen brasilianischen Süden gespielt.“ Doch Mannschaftsarzt Tim Meyer wiegelt ab: „Clevere Spieler können mit der Hitze umgehen.“

 

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